Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen”

disabled-97871_640Der Begriff “Men­schen mit Behin­derun­gen” wird in Artikel 1 Satz 2 der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion definiert.

Danach bezieht sich der Begriff “Men­schen mit Behin­derun­gen” auf Men­schen, die langfristige kör­per­liche, seel­is­che, geistige oder Sin­nes­beein­träch­ti­gun­gen haben, welche sie in Wech­sel­wirkung mit ver­schiede­nen Bar­ri­eren an der vollen, wirk­samen und gle­ich­berechtigten Teil­habe an der Gesellschaft hin­dern kön­nen.

Damit umschreibt Artikel 1 Satz 2 der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion die Per­so­n­en­gruppe, die in den Schutz des Übereinkom­mens fällt.

Bere­its in der Präam­bel der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion Buch­stabe e wird auf den Begriff “Behin­derung” Bezug genom­men. Dort wird beschrieben, dass sich das Ver­ständ­nis von Behin­derung ständig weit­er­en­twick­elt und dass Behin­derung aus der Wech­sel­wirkung zwis­chen Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen und ein­stel­lungs- und umweltbe­d­ingten Bar­ri­eren entste­ht, die sie an der vollen, wirk­samen und gle­ich­berechtigten Teil­habe an der Gesellschaft hin­dern. Diese Erläuterung verdeut­licht, dass ein Ver­ständ­nis von “Behin­derung” nicht als fest definiertes Konzept ver­standen wird, son­dern von gesellschaftlichen Entwick­lun­gen abhängig ist. Dafür spricht auch, dass die Erläuterung von “Men­schen mit Behin­derun­gen” nicht als eine tech­nis­che Def­i­n­i­tion in Artikel 2 aufgenom­men wurde.

Artikel 1 der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion enthält die Begriff­ser­läuterung “Men­schen mit Behin­derun­gen”, um den Zugang zu den in der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion for­mulierten Recht­en zu beschreiben. Auf inner­staatlich­er Ebene sind dage­gen die rechtlichen Def­i­n­i­tio­nen von “Behin­derun­gen” zu beacht­en, für die die spez­i­fis­chen inner­staatlichen Recht­sor­d­nun­gen maßgebend sind.

Artikel 1 — Zweck

Zu den Men­schen mit Behin­derun­gen zählen Men­schen, die langfristige kör­per­liche, seel­is­che, geistige oder Sin­nes­beein­träch­ti­gun­gen haben, welche sie in Wech­sel­wirkung mit ver­schiede­nen Bar­ri­eren an der vollen, wirk­samen und gle­ich­berechtigten Teil­habe an der Gesellschaft hin­dern kön­nen.