“Men­schen mit Behinderungen”

Der Begriff “Men­schen mit Behin­de­run­gen” wird in Arti­kel 1 Satz 2 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on defi­niert. Danach bezieht sich der Begriff “Men­schen mit Behin­de­run­gen” auf Men­schen, die lang­fris­ti­ge kör­per­li­che, see­li­sche, geis­ti­ge oder Sin­nes­be­ein­träch­ti­gun­gen haben, wel­che sie in Wech­sel­wir­kung mit ver­schie­de­nen Bar­rie­ren an der vol­len, wirk­sa­men und gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be an der Gesell­schaft hin­dern kön­nen. Damit

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Ach­tung der Privatsphäre

Arti­kel 22 der UN-Behin­­der­­ten­­­­rechts­­­kon­­­ven­­­ti­on gewähr­leis­tet das Recht behin­der­ter Men­schen auf Pri­vat­sphä­re. Nach Arti­kel 22 Absatz 1 der Un-Behin­­der­­ten­­­­rechts­­­kon­­­ven­­­ti­on­­dür­­fen behin­der­ten Men­schen kei­nen will­kür­li­chen oder rechts­wid­ri­gen Ein­grif­fen in ihr Pri­vat­le­ben, ihre Fami­lie, ihre Woh­nung, ihren Schrift­ver­kehr oder ande­re Arten der Kom­mu­ni­ka­ti­on oder ihre Ehre oder ihren Rufes aus­ge­setzt wer­den. Gegen rechts­wid­ri­ge Ein­grif­fe gewährt die Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on den

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All­ge­mei­ne Grundsätze

Arti­kel 3 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on bestimmt all­ge­mei­nen Grund­sät­ze, die dem Ver­ständ­nis der Vor­schrif­ten der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on die­nen und bei ihrer Umset­zung her­an­zu­zie­hen sind.Die­se all­ge­mei­nen Grund­sät­ze des Über­ein­kom­mens sind im Ein­zel­nen: die Ach­tung der dem Men­schen inne­woh­nen­den Wür­de, sei­ner indi­vi­du­el­len Auto­no­mie, ein­schließ­lich der Frei­heit, eige­ne Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, sowie sei­ner Unab­hän­gig­keit im Sin­ne von

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Arbeit und Beschäftigung

Werkstatt

Arti­kel 27 der UN-Be­hin­­­der­­­ten­­­rechts­­­kon­­­ven­­­ti­on beschreibt das Recht behin­der­ter Men­schen auf Arbeit auf der Grund­la­ge der Gleich­be­rech­ti­gung mit ande­ren. Die­ses Recht auf Arbeit schließt die Mög­lich­keit ein, den Lebens­un­ter­halt durch Arbeit zu ver­die­nen, die frei gewählt oder frei ange­nom­men wird. Gleich­zei­tig spricht die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on in Arti­kel 27 die staat­li­che Pflicht aus, durch

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Aus­beu­tung, Gewalt und Missbrauch

Werkstatt

Arti­kel 16 Absatz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Kon­ven­ti­ons­staa­ten, alle geeig­ne­ten Maß­nah­men zu tref­fen, um Men­schen mit Behin­de­run­gen vor jeder Form von Aus­beu­tung, Gewalt und Miss­brauch, ein­schließ­lich ihrer geschlechts­spe­zi­fi­schen Aspek­te, zu schüt­zen. Zu den Maß­nah­men wer­den unter ande­rem Gesetzgebungs‑, Verwaltungs‑, Sozi­al- und Bil­dungs­maß­nah­men gezählt. Arti­kel 16 Absatz 2 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on kon­kre­ti­siert geeignete

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Bar­rie­re­frei­heit

Ampel

Arti­kel 21 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on erkennt u.a. das Recht von behin­der­ten Men­schen an, sich Infor­ma­tio­nen und Gedan­ken­gut frei zu beschaf­fen, zu emp­fan­gen und wei­ter­zu­ge­ben. In ihrem Arti­kel 9 Absatz 1 ver­pflich­tet die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ihre Unter­zeich­ner­staa­ten, geeig­ne­te Maß­nah­men zu tref­fen, um für Men­schen mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren den Zugang zur phy­si­schen Umwelt,  zu

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Begriffs­be­stim­mun­gen

Handicap Pictogramme

Arti­kel 2 ent­hält Defi­ni­tio­nen, die für die Aus­le­gung und das Ver­ständ­nis der ent­spre­chen­den Begrif­fe in den jewei­li­gen Arti­keln der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on her­an­zu­zie­hen sind. ImEin­zel­nen zäh­len fol­gen­de Begrif­fe dazu: Kom­mu­ni­ka­ti­on Unter dem Begriff der Kom­mu­ni­ka­ti­on wer­den alle For­men der Inter­ak­ti­on – ein­schließ­lich der spe­zi­ell für Men­schen mit Behin­de­run­gen geeig­ne­ten – ver­stan­den, ins­be­son­de­re umfasst der

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Bewusst­seins­bil­dung

Arti­kel 8 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Ver­trags­staa­ten zu sofor­ti­gen, wirk­sa­men und geeig­ne­ten Maß­nah­men der Bewusst­seins­bil­dung. Ziel ist es, in der Gesell­schaft das Bewusst­sein für Men­schen mit Behin­de­run­gen zu schär­fen und die Ach­tung ihrer Rech­te und ihrer Wür­de zu för­dern. Die Maß­nah­men sol­len dazu bei­tra­gen, dass Kli­schees, Vor­ur­tei­le und schäd­li­che Prak­ti­ken gegenüber

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Bil­dung

Integration - Inklusion

Arti­kel 24 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on erkennt das Recht behin­der­ter Men­schen auf Bil­dung an. Die­se Rege­lung wie­der­holt und bekräf­tigt die Rege­lun­gen des Arti­kels 13 des UN-Sozi­al­­pakts , der Arti­kel 28 und 29 der UN-Kin­­der­­rechts­­kon­­ven­­ti­on sowie des Arti­kels 26 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te. Aus­ge­hend vom Prin­zip der Gleich­be­rech­ti­gung gewähr­leis­tet die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­ko­­ven­­ti­on damit

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Defi­ni­ti­on von Behinderung

Rollstuhl-Basketball

Vie­le in dem Über­ein­kom­men über Rech­te von Men­schen mit Behin­de­run­gen auf­ge­führ­ten Rech­te fin­den sich bereits als all­ge­mei­ne Men­schen­rech­te in ande­ren Men­schen­rechts­über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen. Dar­über hin­aus ent­hält die Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on ganz spe­zi­ell auf behin­der­te Men­schen abge­stimm­te Richt­li­ni­en. Wie der Name schon sagt, ent­hält das Über­ein­kom­men Bestim­mun­gen für Men­schen mit Behinderungen –

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Der Zweck der UN-Behindertenrechtskonvention

Arti­kel 1 Satz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on beschreibt den Zweck des Über­ein­kom­mens. Danach will das Über­ein­kom­men den vol­len und gleich­be­rech­tig­ten Genuss aller Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten durch Men­schen mit Behin­de­run­gen för­dern, schüt­zen und gewähr­leis­ten. Arti­kel 1 – Zweck­Zweck die­ses Über­ein­kom­mens ist es, den vol­len und gleich­be­rech­tig­ten Genuss aller Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten durch alle Menschen

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Fol­ter und Menschenversuche

Arti­kel 15 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on garan­tiert die Frei­heit von Fol­ter oder grau­sa­mer, unmensch­li­cher oder ernied­ri­gen­der Behand­lung oder Stra­fe. Die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­tin wie­der­holt und bekräf­tigt damit für behin­der­te Men­schen das bereits für Jeder­mann in Arti­kel 7 des UN-Zivil­­pak­­tes und in Arti­kel 5 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te sowie in der UN-Anti­­fol­­ter­­kon­­ven­­ti­on fest­ge­schrie­be­ne Ver­bot der Folter

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Frau­en mit Behinderungen

We Can Do It!

In Arti­kel 6 Absatz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on wird aner­kannt, dass Frau­en und Mäd­chen mit Behin­de­run­gen mehr­fa­chen Dis­kri­mi­nie­run­gen aus­ge­setzt sind. In die­ser Bestim­mung ver­deut­licht macht die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on, dass Frau­en mit Behin­de­run­gen auf­grund des Kri­te­ri­ums der Behin­de­rung und des Kri­te­ri­ums des Geschlechts mehr­fach benach­tei­ligt wer­den. Die Vor­schrift des Arti­kel 6 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on dient dazu, die

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Frei­heit und Sicher­heit der Person

LG Bremen

Nach Arti­kel 14 Absatz 1 Buch­sta­be a der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on genie­ßen Men­schen mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren das Recht auf per­sön­li­che Frei­heit und Sicher­heit. Die­se Rege­lung wie­der­holt und bekräf­tigt in Arti­kel 9 des UN-Zivil­­pak­­tes und Arti­kels 3 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te für jeder­mann getrof­fe­nen Rege­lun­gen. Nach Arti­kel 14 Absatz 1 Buch­sta­be b der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on darf Menschen

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Frei­zü­gig­keit und Staatsangehörigkeit

Reisepass

Arti­kel 18 Absatz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on erkennt das Recht von Men­schen mit Behin­de­run­gen – gleich­be­rech­tigt mit ande­ren – auf Frei­zü­gig­keit, auf freie Wahl ihres Auf­ent­halts­or­tes und auf eine Staats­an­ge­hö­rig­keit an. Arti­kel 18 Absatz 1 wie­der­holt und bekräf­tigt die für Jeder­mann gel­ten­den Rege­lun­gen des Arti­kels 12 des UN-Zivil­­pak­­tes sowie der Arti­kel 13 und

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Gebär­den­spra­che

Arti­kel 21 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on erkennt das Recht von Men­schen mit Behin­de­run­gen auf Mei­nungs­äu­ße­rung und Mei­nungs­frei­heit an, ein­schließ­lich der Frei­heit, sich Infor­ma­tio­nen und Gedan­ken­gut zu beschaf­fen, zu emp­fan­gen und wei­ter­zu­ge­ben. Arti­kel 21 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Kon­ven­ti­ons­staa­ten, geeig­ne­te Maß­nah­men zu tref­fen, damit Men­schen mit Behin­de­run­gen ihr Recht auf Mei­nungs­äu­ße­rung und Meinungsfreiheit

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Geburts­re­gis­ter und Namensrecht

Nach Arti­kel 18 Absatz 2 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on sind Kin­der mit Behin­de­run­gen unver­züg­lich nach ihrer Geburt in ein Regis­ter ein­zu­tra­gen. Wei­ter­hin haben Kin­der mit Behin­de­run­gen das Recht auf einen Namen von Geburt an und das Recht, eine Staats­an­ge­hö­rig­keit zu erwer­ben. Ohne Namen und mit feh­len­der Ein­tra­gung ist eine Per­son für den Staat

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Gesund­heits­sor­ge

Arti­kel 25 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on beschreibt das Recht behin­der­ter Men­schen auf den Genuss des erreich­ba­ren Höchst­ma­ßes an Gesund­heit ohne Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Behin­de­rung. Die­se Rege­lun­gen wie­der­ho­len und bekräf­ti­gen die bereits für Jeder­mann auf­ge­stell­ten Rege­lun­gen des Arti­kels 12 des UN-Sozi­al­­pakts , des Arti­kels 24 der UN-Kin­­der­­rechts­­kon­­ven­­ti­on und des Arti­kels 12 der UN-Frauenrechtskonvention.

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Gleich­be­rech­ti­gung und Nichtdiskriminierung

CDU-Wahlplakat

Arti­kel 5 Absatz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ent­hält das Aner­kennt­nis, dass alle Men­schen vor dem Gesetz gleich sind, vom Gesetz gleich zu behan­deln sind, ohne Dis­kri­mi­nie­rung Anspruch auf den glei­chen Schutz durch das Gesetz und glei­che Vor­tei­le durch das Gesetz haben. Die­se Vor­schrift wie­der­holt und bekräf­tigt damit die bereits im Inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts­ko­dex ent­hal­te­nen ent­spre­chen­den Regelungen

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Huma­ni­tä­re Notlagen

Erdbeben

Arti­kel 11 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Ver­trags­staa­ten, alle erfor­der­li­chen Maß­nah­men zu ergrei­fen, um in Gefah­ren­si­tua­tio­nen den Schutz und die Sicher­heit von Men­schen mit Behin­de­run­gen im Ein­klang mit ihren Ver­pflich­tun­gen nach dem Völ­ker­recht zu gewähr­leis­ten. Das Glei­che gilt für bewaff­ne­te Kon­flik­te und huma­ni­tä­re Not­la­gen. Auch im Fal­le von Natur­ka­ta­stro­phen haben die

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Inklu­si­on

Integration - Inklusion

In der Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on geht es nicht mehr um die Inte­gra­ti­on von “Aus­ge­grenz­ten”, son­dern dar­um, von vorn­her­ein allen Men­schen die unein­ge­schränk­te Teil­nah­me an allen Akti­vi­tä­ten mög­lich zu machen.Nicht das von vorn­her­ein nega­ti­ve Ver­ständ­nis von Behin­de­rung soll Nor­ma­li­tät sein, son­dern ein gemein­sa­mes Leben aller Men­schen mit und ohne Behin­de­run­gen. Folg­lich hat sich

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Inner­staat­li­che Durch­füh­rung und Überwachung

Arti­kel 33 der UN-Behin­­­der­­ten­­­­rechts­­­kon­­ven­­­ti­on stellt ver­fah­rens­mä­ßi­ge Anfor­de­run­gen an die Umset­zung des Über­ein­kom­mens auf natio­na­ler Ebe­ne auf. Nach Arti­kel 33 Absatz 1 der Kon­ven­ti­on haben bestim­men die Ver­trags­staa­ten eine oder meh­re­re staat­li­che Anlauf­stel­len im Sin­ne von Focal Points für die Ange­le­gen­hei­ten im Zusam­men­hang mit der Durch­füh­rung des Über­ein­kom­mens. Die­se Anlauf­stel­len sol­len als Ansprechpartner

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Inter­na­tio­na­le Zusammenarbeit

Mit Arti­kel 32 aner­ken­nen die Ver­trags­staa­ten der UN-Behin­­der­­ten­­­­rechts­­­kon­­ven­­ti­on die Bedeu­tung der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit und ihrer För­de­rung zur Unter­stüt­zung ein­zel­staat­li­cher Anstren­gun­gen zur Umset­zung der Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on. Die Ver­trags­staa­ten tref­fen dafür geeig­ne­te und wirk­sa­me Maß­nah­men, sowohl zwi­schen­staat­lich als auch, soweit ange­bracht, in Part­ner­schaft mit inter­na­tio­na­len und regio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen und der Zivil­ge­sell­schaft. Dies gilt

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Kin­der mit Behinderung

Disability

Die beson­de­ren Bedürf­nis­se behin­der­ter Kin­der behan­delt die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on in ihrem Arti­kel 7, in dem die Kon­ven­ti­on aner­kennt, dass Kin­der mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren Kin­dern alle Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten bean­spru­chen kön­nen. Gleich­zei­tig ver­pflich­tet die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ihre Unter­zeich­ner­staa­ten, alle erfor­der­li­chen Maß­nah­men zu tref­fen, um dies zu gewähr­leis­ten. Ähn­li­ches fin­det sich auch

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Kör­per­li­che Unversehrtheit

Arti­kel 17 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on bekräf­tigt, dass jeder Mensch mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren das Recht auf Ach­tung sei­ner kör­per­li­chen und see­li­schen Unver­sehrt­heit hat. Die­se Rege­lung bezieht sich auf Behand­lun­gen von Men­schen mit Behin­de­run­gen ohne ihre Ein­wil­li­gung. Nach den Prin­zi­pi­en des Über­ein­kom­mens darf eine Behand­lung ohne Ein­wil­li­gung nicht allein auf­grund einer

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Mei­nungs­frei­heit und Informationszugang

Arti­kel 21 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on erkennt das Recht von Men­schen mit Behin­de­run­gen auf Mei­nungs­äu­ße­rung und Mei­nungs­frei­heit an, ein­schließ­lich der Frei­heit, sich Infor­ma­tio­nen und Gedan­ken­gut zu beschaf­fen, zu emp­fan­gen und wei­ter­zu­ge­ben. Damit wie­der­holt und bekräf­tigt die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on die ent­spre­chen­den Gewähr­leis­tun­gen in Arti­kel 19 des UN-Zivil­­pakts und Arti­kel 19 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der

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Per­sön­li­che Mobilität

Behindertenparkplatz

Arti­kel 20 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on zielt dar­auf, die per­sön­li­che Mobi­li­tät von Men­schen mit Behin­de­run­gen mit größt­mög­li­cher Unab­hän­gig­keit im Sin­ne von Selbst­be­stim­mung sicher­zu­stel­len und ver­pflich­tet die Ver­trags­staa­ten mit Blick dar­auf zu wirk­sa­men Maß­nah­men. Bei­spiel­haft zählt Arti­kel 20 ein­zel­ne Maß­nah­men auf. So sol­len die Ver­trags­staa­ten die per­sön­li­che Mobi­li­tät zu erschwing­li­chen Kos­ten und mit

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Pro­gres­si­ve Realisierung

In Arti­kel 4 der Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on sind die Ver­pflich­tun­gen der Ver­trags­staa­ten klar dahin defi­niert, dass mit der Kon­ven­ti­on die vol­le Ver­wirk­li­chung aller Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten für alle Men­schen mit Behin­de­run­gen ohne jede Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Behin­de­rung gewähr­leis­tet und geför­dert wird. Um das zu errei­chen, haben die Ver­trags­staa­ten alle geeig­ne­ten Maß­nah­men zu treffen.

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Recht auf Leben

Arti­kel 10 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on bekräf­tigt das ange­bo­re­ne Recht eines jeden Men­schen auf Leben. Damit greift die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on Arti­kel 6 des UN-Zivil­­pakt und Arti­kel 3 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te auf und bekräf­tigt die­se. Aus­drück­lich for­dert Arti­kel 10 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on sei­ne Unter­zeich­ner­staa­ten auf, alle erfor­der­li­chen Maß­nah­men zu tref­fen, um den wirk­sa­men Genuss die­ses Rechts durch

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Rechts­fä­hig­keit und Geschäftsfähigkeit

BGB von 1896

Arti­kel 12 Absatz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ent­hält die Garan­tie, dass Men­schen mit Behin­de­run­gen das Recht haben, über­all als Rechts­sub­jekt aner­kannt zu wer­den. Die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on garan­tiert damit die Rechts­fä­hig­keit auch von Men­schen mit Behin­de­rung. Damit wird aus­drück­lich das Recht von Men­schen mit Behin­de­run­gen aner­kannt, Trä­ger von Rech­ten und Pflich­ten zu sein. Diese

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Reha­bi­li­ta­ti­on

Arti­kel 26 der UN-Behin­­­der­­­ten­­­rechts­­­kon­­­ven­­­ti­on beschreibt die staat­li­che Pflicht, umfas­sen­de Habi­­li­­ta­­ti­ons- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­diens­te und Reha­bi­li­ta­ti­ons­pro­gram­me zu orga­ni­sie­ren, zu stär­ken und zu erwei­tern, ins­be­son­de­re auf dem Gebiet der Gesund­heit, der Beschäf­ti­gung, der Bil­dung und der Sozi­al­diens­te. Behin­der­te Men­schen sol­len so in die Lage ver­setzt wer­den, ein Höchst­maß an Unab­hän­gig­keit im Sin­ne von

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Schat­ten­über­set­zung

Die offi­zi­el­le deutsch­spra­chi­ge Über­set­zung der Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on ist ein gemein­sa­mes Werk der Staa­ten Schweiz, Öster­reich, Liech­ten­stein und Deutsch­land. An die­ser ver­bind­li­chen Ver­si­on haben eini­ge Betrof­fe­nen und ihre Ver­bän­de etwas aus­zu­set­zen. Bestimm­te Über­set­zun­gen geben ihrer Mei­nung nach nicht die eng­li­sche Ori­gi­nal­fas­sung der Kon­ven­ti­on wie­der. Dar­über hin­aus haben sie sich bei der Abfassung

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Schutz von Ehe und Familie

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Arti­kel 23 der UN-Behin­­der­­ten­­­­rechts­­­kon­­ven­­­ti­on ver­pflich­tet die Ver­trags­staa­ten wirk­sa­me und geeig­ne­te Maß­nah­men zu tref­fen, um die Dis­kri­mi­nie­run­gen von Men­schen mit Behin­de­run­gen auf der Grund­la­ge der Gleich­be­rech­ti­gung mit ande­ren in Fra­gen der Ehe, Fami­lie, Eltern­schaft und Part­ner­schaft zu besei­ti­gen. Damit soll gewähr­leis­tet sein, dass Men­schen mit Behin­de­run­gen die in Arti­kel 23 der

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Sozia­le Sicherheit

Hand

In Arti­kel 28 Absatz 1 erkennt die UN-Be­hin­­­der­­­ten­­­rechts­­­kon­­­ven­­­ti­on das Recht behin­der­ter Men­schen auf einen ange­mes­se­nen Lebens­stan­dard für sich und ihre Fami­li­en sowie die staat­li­che Pflicht zur ste­ti­gen Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen an. Gleich­zei­tig ver­pflich­tet die Kon­ven­ti­on die Ver­trags­staa­ten, zur Ver­wirk­li­chung die­ses Rechts geeig­ne­te Schrit­te zu unter­neh­men. Die­se Rege­lun­gen wie­der­ho­len und bekräf­ti­gen die

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Staa­ten­ver­pflich­tun­gen

Bundeskanzleramt

Arti­kel 4 Absatz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­ten die Ver­trags­staa­ten, die vol­le Ver­wirk­li­chung aller Men­schen­rech­te und Grund­rech­te für alle Men­schen mit Behin­de­run­gen ohne jede Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Behin­de­rung zu gewähr­leis­ten und zu för­dern. Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bo­te sind ein Kern­be­stand­teil von Men­schen­rechts­ver­trä­gen und so auch in der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on. Dem­ge­mäß defi­niert die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on in ihrem Arti­kel 2 bereichsspezifisch

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Sta­tis­tik und Datensammlung

Arti­kel 31 der UN-Be­hin­­­der­­­ten­­­rechts­­­kon­­­ven­­­ti­on schreibt den Ver­trags­staa­ten die Samm­lung geeig­ne­ter Infor­ma­tio­nen vor, ein­schließ­lich sta­tis­ti­scher Anga­ben und For­schungs­da­ten. Die­se Daten­samm­lung soll es ermög­li­chen, poli­ti­sche Kon­zep­te zur Durch­füh­rung des Über­ein­kom­mens aus­zu­ar­bei­ten und umzu­set­zen. Zweck der Erhe­bung und Ver­wen­dung soll die Beur­tei­lung der Umset­zung der Ver­pflich­tun­gen aus der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on und die Ermitt­lung der

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Teil­ha­be am poli­ti­schen und öffent­li­chen Leben

In Arti­kel 29 garan­tiert die UN-Be­hin­­­der­­­ten­­­rechts­­­kon­­­ven­­­ti­on behin­der­ten Men­schen die poli­ti­schen Rech­te und die Mög­lich­keit, die­se gleich­be­rech­tigt mit ande­ren bean­spru­chen zu kön­nen. Gleich­zei­tig beschreibt die Kon­ven­ti­on die Pflicht der Ver­trags­staa­ten sicher­zu­stel­len, dass Men­schen mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren am poli­ti­schen und öffent­li­chen Leben teil­ha­ben kön­nen. Die­se Rege­lung in Arti­kel 29 der

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Teil­nah­me am kul­tu­rel­len Leben

Arti­kel 30 Absatz 1 der UN-Be­­hin­­­­der­­­­ten­­­­rechts­­­­kon­­­­ven­­­­ti­on aner­ken­nen die Ver­trags­staa­ten das Recht von Men­schen mit Behin­de­run­gen, gleich­be­rech­tigt mit ande­ren am kul­tu­rel­len Leben teil­zu­ha­ben. Die­se Rege­lung wie­der­holt und bekräf­tigt die Rege­lun­gen aus Arti­kel 15 des UN-Sozi­al­­pakts und Arti­kel 27 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te. Zur Ver­wirk­li­chung die­ses Rechts sind die Ver­trags­staa­ten zu geeigneten

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Unab­hän­gi­ge Lebensführung

Rollstuhl-Basketball

Arti­kel 19 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on erkennt das Recht von Men­schen mit Behin­de­run­gen an, mit den glei­chen Wahl­mög­lich­kei­ten wie ande­re Men­schen in der Gemein­schaft zu leben. Dabei ist unab­hän­gi­ge Lebens­füh­rung im Sin­ne von selbst­be­stimm­ter Lebens­füh­rung zu ver­ste­hen. Gleich­zei­tig legt die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on den Staa­ten die Ver­pflich­tung auf, für die Ver­wirk­li­chung die­ses Rechts und die

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Zugang zur Justiz

Arti­kel 13 Absatz 1 der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ver­pflich­tet die Ver­trags­staa­ten, Men­schen mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren einen wirk­sa­men Zugang zur Jus­tiz zu gewähr­leis­ten. Aus­drück­lich benennt Arti­kel 13 Absatz 1 dafür ver­fah­rens­recht­li­che – und das Alter berück­sich­ti­gen­de – Vor­keh­run­gen, um die wirk­sa­me unmit­tel­ba­re und mit­tel­ba­re Teil­nah­me in allen vor­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren und Gerichts­ver­fah­ren zu erleichtern.

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Zugäng­lich­keit

Ampel

In ihrem Arti­kel 9 Absatz 1 ver­pflich­tet die UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on ihre Unter­zeich­ner­staa­ten, geeig­ne­te Maß­nah­men zu tref­fen, um für Men­schen mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren den Zugang zur phy­si­schen Umwelt,  zu Trans­port­mit­teln, zu Infor­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on, ein­schließ­lich Infor­­ma­­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien und ‑sys­te­men, sowie zu ande­ren Ein­rich­tun­gen und Diens­ten, die der Öffent­lich­keit in städ­ti­schen und

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