Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Gebärdensprache

HalloArtikel 21 der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion erken­nt das Recht von Men­schen mit Behin­derun­gen auf Mei­n­ungsäußerung und Mei­n­ungs­frei­heit an, ein­schließlich der Frei­heit, sich Infor­ma­tio­nen und Gedankengut zu beschaf­fen, zu emp­fan­gen und weit­erzugeben. Artikel 21 der UN-Behin­derten­recht­skon­ven­tion verpflichtet die Kon­ven­tion­sstaat­en, geeignete Maß­nah­men zu tre­f­fen, damit Men­schen mit Behin­derun­gen ihr Recht auf Mei­n­ungsäußerung und Mei­n­ungs­frei­heit gle­ich­berechtigt mit anderen durch die von ihnen gewählten For­men der Kom­mu­nika­tion ausüben kön­nen.

Die Ver­wen­dung von Gebär­den­sprache, Braille, ergänzen­den oder alter­na­tiv­en Kom­mu­nika­tions­for­men soll im Umgang mit Behör­den akzep­tiert und erle­ichtert wer­den.

Die Deutsche Gebär­den­sprache ist als eigen­ständi­ge Sprache anerkan­nt. Hör- und sprach­be­hin­derte Men­schen haben das Recht, im Ver­wal­tungsver­fahren mit Bun­des­be­hör­den in Deutsch­er Gebär­den­sprache, mit laut­sprach­be­glei­t­en­den Gebär­den oder über andere Kom­mu­nika­tion­shil­fen zu kom­mu­nizieren. Die Kosten hier­für sind von den Behör­den zu tra­gen.

An einem Ver­wal­tungsver­fahren beteiligte blinde und sehbe­hin­derte Men­schen haben einen Anspruch darauf, dass ihnen Doku­mente zur Wahrnehmung eigen­er Rechte in ein­er für sie wahrnehm­baren Form zugänglich gemacht wer­den. Die Zugänglich­machung der Doku­mente ori­en­tiert sich dabei an den Wahrnehmungsmöglichkeit­en der oder des Beteiligten.

Doku­mente kön­nen u. a. durch Vor­lesen, mit Hil­fe von Ton­trägern, in Brailleschrift, als Groß­druck, in elek­tro­n­is­ch­er Form oder in son­stiger Weise zugänglich gemacht wer­den. Zusät­zliche Kosten, die auss­chließlich durch die Behin­derung begrün­det wer­den, sind von den Beteiligten nicht zu erheben.