Defi­ni­ti­on von Behinderung

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Vie­le in dem Über­ein­kom­men über Rech­te von Men­schen mit Behin­de­run­gen auf­ge­führ­ten Rech­te fin­den sich bereits als all­ge­mei­ne Men­schen­rech­te in ande­ren Men­schen­rechts­über­ein­kom­men der Ver­ein­ten Natio­nen. Dar­über hin­aus ent­hält die Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on ganz spe­zi­ell auf behin­der­te Men­schen abge­stimm­te Richtlinien.

Wie der Name schon sagt, ent­hält das Über­ein­kom­men Bestim­mun­gen für Men­schen mit Behin­de­run­gen – wobei es an einer genau­en Defi­ni­ti­on von Behin­de­rung fehlt. Ganz all­ge­mein ist in der Prä­am­bel erwähnt, dass “das Ver­ständ­nis von Behin­de­rung sich stän­dig wei­ter­ent­wi­ckelt und dass Behin­de­rung aus der Wech­sel­wir­kung zwi­schen Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen und ein­stel­lungs- und umwelt­be­ding­ten Bar­rie­ren entsteht”.

Wer zu der Grup­pe von Men­schen mit Behin­de­run­gen zu zäh­len ist, wird in Arti­kel 1 Satz 2 der Kon­ven­ti­on fest­ge­hal­ten: Dazu gehö­ren “Men­schen die lang­fris­ti­ge kör­per­li­che, see­li­sche, geis­ti­ge oder Sin­nes­be­ein­träch­ti­gun­gen haben, wel­che sie in Wech­sel­wir­kung mit ver­schie­de­nen Bar­rie­ren an der vol­len, wirk­sa­men und gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be an der Gesell­schaft hin­dern können.”

Umge­kehrt lässt sich dar­aus schluss­fol­gern, dass jeder Mensch, der in irgend­ei­ner Art und Wei­se von der kom­plet­ten Teil­ha­be an der Gesell­schaft aus­ge­schlos­sen ist, als behin­dert ange­se­hen wer­den kann. Dar­aus ergibt sich für die­se Men­schen ein Anspruch auf die Rech­te aus der Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on, die dar­in den Men­schen mit Behin­de­rung zuge­spro­chen wird.

In der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist die Defi­ni­ti­on von Behin­de­rung durch das Bun­des­teil­ha­be­ge­setz geän­dert wor­den. Nach der seit dem 1. Janu­ar 2018 gel­ten­den Fas­sung ver­steht man nun gemäß § 2 Absatz 1 Satz 1 Neun­tes Sozi­al­ge­setz­buch (SGB IX) unter Behinderung:

“Men­schen, die kör­per­li­che, see­li­sche, geis­ti­ge oder Sin­nes­be­ein­träch­ti­gun­gen haben, die sie in Wech­sel­wir­kung mit ein­stel­lungs- und umwelt­be­ding­ten Bar­rie­ren an der gleich­be­rech­tig­ten Teil­ha­be an der Gesell­schaft mit hoher Wahr­schein­lich­keit län­ger als sechs Mona­te hin­dern kön­nen”. Die­se deut­sche Geset­zes­de­fi­ni­ti­on des Behin­der­ten­be­griffs beruht auf der Behin­der­ten­rechts­de­fi­ni­ti­on der Ver­ein­ten Nationen. 

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