Begriffs­be­stim­mun­gen

Handicap Pictogramme

Arti­kel 2 ent­hält Defi­ni­tio­nen, die für die Aus­le­gung und das Ver­ständ­nis der ent­spre­chen­den Begrif­fe in den jewei­li­gen Arti­keln der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on her­an­zu­zie­hen sind. Im
Ein­zel­nen zäh­len fol­gen­de Begrif­fe dazu:

Kom­mu­ni­ka­ti­on

Unter dem Begriff der Kom­mu­ni­ka­ti­on wer­den alle For­men der Inter­ak­ti­on – ein­schließ­lich der spe­zi­ell für Men­schen mit Behin­de­run­gen geeig­ne­ten – ver­stan­den, ins­be­son­de­re umfasst der Begriff der Kom­mu­ni­ka­ti­on im Ver­ständ­nis der UN-Behindertenrechtskonvention

  • Spra­chen,
  • Text­dar­stel­lung,
  • Braille­schrift,
  • tak­ti­le Kommunikation,
  • Groß­druck,
  • leicht zugäng­li­ches Mul­ti­me­dia sowie
  • all­ge­mein:
    • schrift­li­che,
    • audi­tive,
    • in ein­fa­che Spra­che übersetzte,
    • durch Vor­le­ser zugäng­lich gemach­te sowie
    • ergän­zen­de und alter­na­ti­ve For­men, Mit­tel und For­ma­te der Kommunikation,

    ein­schließ­lich

    • leicht zugäng­li­cher Infor­ma­ti­ons- und Kommunikationstechnologie,

Spra­che

Ent­spre­chend den Bedürf­nis­sen und dem Zweck der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on wird unter “Spra­che” nicht nur die gespro­che­ne Spra­chen sub­su­miert, son­dern eben­so Gebär­den­spra­chen und ande­re nicht gespro­che­ne Sprachen.

Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Behinderung

Als “Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Behin­de­rung” ver­steht die UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on jede

  • Unter­schei­dung, Aus­schlie­ßung oder Beschränkung
  • auf­grund von Behinderung,
  • die zum Ziel oder zur Fol­ge hat, dass das auf die Gleich­be­rech­ti­gung mit ande­ren gegrün­de­te Aner­ken­nen, Genie­ßen oder Aus­üben aller Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten im poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen, sozia­len, kul­tu­rel­len, bür­ger­li­chen oder jedem ande­ren Bereich beein­träch­tigt oder ver­ei­telt wird.

Der Begriff der “Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Behin­de­rung” umfasst damit alle For­men der Dis­kri­mi­nie­rung, ein­schließ­lich der Ver­sa­gung ange­mes­se­ner Vorkehrungen.

Ange­mes­se­ne Vorkehrungen

Als “ange­mes­se­ne Vor­keh­run­gen” wer­den in der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on alle

  • not­wen­di­gen und geeig­ne­ten Ände­run­gen und Anpas­sun­gen bezeichnet,
  • die kei­ne unver­hält­nis­mä­ßi­ge oder unbil­li­ge Belas­tung dar­stel­len und
  • die, wenn sie in einem bestimm­ten Fall erfor­der­lich sind,
  • vor­ge­nom­men wer­den, um zu gewähr­leis­ten, dass Men­schen mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren alle Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten genie­ßen oder aus­üben können.

Uni­ver­sel­les Design

Der Schlüs­sel­be­griff “Uni­ver­sel­les Design” schließ­lich bezeich­net ein Design von Pro­duk­ten, Umfel­dern, Pro­gram­men und Dienst­leis­tun­gen in der Wei­se, dass sie von allen Men­schen mög­lichst weit­ge­hend ohne eine Anpas­sung oder ein spe­zi­el­les Design genutzt wer­den können.

“Uni­ver­sel­les Design” schließt dabei Hilfs­mit­tel für bestimm­te Grup­pen von Men­schen mit Behin­de­run­gen, soweit sie benö­tigt wer­den, nicht aus.

Arti­kel 2 – Begriffs­be­stim­mun­gen
Im Sin­ne die­ses Übereinkommens

  • schließt “Kom­mu­ni­ka­ti­on” Spra­chen, Text­dar­stel­lung, Braille­schrift, tak­ti­le Kom­mu­ni­ka­ti­on, Groß­druck, leicht zugäng­li­ches Mul­ti­me­dia sowie schrift­li­che, audi­tive, in ein­fa­che Spra­che über­setz­te, durch Vor­le­ser zugäng­lich gemach­te sowie ergän­zen­de und alter­na­ti­ve For­men, Mit­tel und For­ma­te der Kom­mu­ni­ka­ti­on, ein­schließ­lich leicht zugäng­li­cher Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie, ein;
  • schließt “Spra­che” gespro­che­ne Spra­chen sowie Gebär­den­spra­chen und ande­re nicht gespro­che­ne Spra­chen ein;
  • bedeu­tet “Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund von Behin­de­rung” jede Unter­schei­dung, Aus­schlie­ßung oder Beschrän­kung auf­grund von Behin­de­rung, die zum Ziel oder zur Fol­ge hat, dass das auf die Gleich­be­rech­ti­gung mit ande­ren gegrün­de­te Aner­ken­nen, Genie­ßen oder Aus­üben aller Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten im poli­ti­schen, wirt­schaft­li­chen, sozia­len, kul­tu­rel­len, bür­ger­li­chen oder jedem ande­ren Bereich beein­träch­tigt oder ver­ei­telt wird. Sie umfasst alle For­men der Dis­kri­mi­nie­rung, ein­schließ­lich der Ver­sa­gung ange­mes­se­ner Vorkehrungen;
  • bedeu­tet “ange­mes­se­ne Vor­keh­run­gen” not­wen­di­ge und geeig­ne­te Ände­run­gen und Anpas­sun­gen, die kei­ne unver­hält­nis­mä­ßi­ge oder unbil­li­ge Belas­tung dar­stel­len und die, wenn sie in einem bestimm­ten Fall erfor­der­lich sind, vor­ge­nom­men wer­den, um zu gewähr­leis­ten, dass Men­schen mit Behin­de­run­gen gleich­be­rech­tigt mit ande­ren alle Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten genie­ßen oder aus­üben können;
  • bedeu­tet “uni­ver­sel­les Design” ein Design von Pro­duk­ten, Umfel­dern, Pro­gram­men und Dienst­leis­tun­gen in der Wei­se, dass sie von allen Men­schen mög­lichst weit­ge­hend ohne eine Anpas­sung oder ein spe­zi­el­les Design genutzt wer­den kön­nen. “Uni­ver­sel­les Design” schließt Hilfs­mit­tel für bestimm­te Grup­pen von Men­schen mit Behin­de­run­gen, soweit sie benö­tigt wer­den, nicht aus.

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